Letzte Änderung: 16.07.2017 22:47 Uhr

Weltliche Veranstaltung

Samstag - 08.07.2017

In unserer Region sind wir nicht die einzige Junggesellen-Bruderschaft und auch in den Nachbarorten wird regelmäßig eine Kirmes veranstaltet. So ist es naheliegend, dass wir uns auch mit diesen Vereinen vernetzten und uns gegenseitig helfen. Natürlich besuchen wir gerne auch Veranstaltungen bei unseren befreundeten Bruderschaften, jedoch bleiben wir dann oft in unserem bekannten Kreis der Oberdollendorfer. Vor allem neue Junggesellen kennen die Mitglieder anderer Vereine noch nicht.


Kurz zusammengefasst:

  • Aufteilung aller Bruderschaften in durchmischte Teams und Rallye entlang des Weinwanderwegs in Oberdollendorf.
  • An einigen Stationen informierte uns Bernd Blöser zum Weinanbau und der Weinlese.
  • Auflockerung und Möglichkeit zum Kennenlernen durch zahlreiche kleinerer Spiele, thematisch passend zu den Stationen im Weinberg.
  • Den Höhepunkt markierte das Flunkyballturnier auf der Hülle.
  • Veranstaltung hat erfolgreich zu einem besseren Verhältnis und vermehrter Kommunikation zwischen den Bruderschaften beigetragen.

Um dieses Problem zu lösen wurde vor vielen Jahren die „Weltliche Veranstaltung“ ins Leben gerufen, bei der einmal im Jahr und immer von einer anderen Bruderschaft organisiert, eine gemeinsame Veranstaltung ausgetragen wird. Dieses Jahr haben wir die Bruderschaften aus Niederdollendorf, Königswinter und Oberkassel zu uns eingeladen, um an einer Rallye durch den Weinberg teilzunehmen. Entlang des Weinwanderwegs sollten an jeder Station kleine Spiele absolviert werden, die jeweils im Zusammenhang mit dem Weinberg standen. Jedes Team konnte sich so Punkte erspielen, die später eingetauscht werden sollten.

Ab dem Mittag trafen die Teilnehmer nach und nach im Hof des Weingut Blösers ein. Bei einem Glas Secco kamen die ersten Gespräche auf und man lernte sich kennen. Nachdem unser Präsident Marcel Herzog den Ablauf des Nachmittags präsentierte, wurden die Anwesenden in mehrere Teams unterteilt. Da die Teams ausgelost wurden und nicht etwa Ober- gegen Niederdollendorf antrat, wurde der Austausch innerhalb der Teams gefordert. So entstand bruderschaftsübergreifend innerhalb des Teams schon recht früh ein Gemeinschaftsgefühl.

Bei bestem Sonnenschein zogen wir dann los, um bereits an der ersten Station des Weinwanderwegs Halt zu machen. Der Besitzer der Weinberge und Winzer Bernd Blöser stellte kurz das Anbaugebiet und die verschiedenen Sorten vor. Bereitwillig beantwortete er Fragen zur Weinlese und den einzelnen Reben. An den nächsten Stationen mussten die Teams dann zum ersten Mal aktiv werden. Die Umrisse der einzelnen Dörfer mussten erkannt und verschiedene Weine dem Anbaugebiet zugeordnet werden. So langsam breitete sich ein Wettbewerbsgedanke aus und jedes Team war am eigenen Sieg interessiert. Dies merkte man vor allem an der fünften Station des Weges. Ein Teammitglied sollte so schnell wie möglich mit verbundenen Augen einen Parcours aus Weinflaschen durchlaufen und war eigentlich auf die Zurufe des Teams angewiesen. Doch die Gegner schrien dazwischen, gaben absichtlich falsche Kommandos und lenkten den Spieler ab. So fiel die eine oder andere Flasche um und man hörte unsere Rufe im ganzen Dorf.

Auf der Hülle angekommen genehmigten wir uns eine kurze Pause und stärkten uns mit Frikadellen und Käsewürfeln. Auch ein kühles Glas Wasser tat nach dem Wein und Bier, das unterwegs getrunken wurde, richtig gut. Während sich Team 2 und 4 noch ein wenig ausruhen konnten, mussten die anderen beiden zum Flunkyballturnier antreten. Später gab es dann noch ein Finale und ein Spiel um den dritten Platz. Durch die entstandenen Spielpausen war Zeit vorhanden, sich auch mit den anderen Teams auszutauschen, die Bruderschaften zu vergleichen und von den anderen zu lernen. Die eigentliche Intention der Veranstalter wurde also vor allem an dieser Station erfolgreich umgesetzt.

Vorbei an der Wein-Blindverkostung, bei der Scheurebe, Müller-Thurgau und Riesling am Geschmack erkannt werden musste, ging es zum Heimatkreuz. Die Teams stellten sich auf und bekamen von Marcel die Aufgabe, jeweils ein Bruderschafts-Lied anzustimmen. Nachdem zunächst noch ein Team nach dem anderen geordnet eine gesangliche Meisterleistung zum Besten gab, vermischten sich die Lieder schnell. Kein Team wollte als erstes aufhören oder zeigen, dass es keine weiteren Lieder mehr kennt. Und so schallten weiterhin unsere Lieder durch das Tal von Oberdollendorf. Durch die enorme Lautstärke auf uns aufmerksam geworden, fanden uns dann auch die Junggesellen aus Niederdollendorf und schlossen sich den einzelnen Teams an.

Die Gruppe wurde immer größer und wir bewegten uns bergab zur Marienstatue. Am dortigen Sülzenberg wird hauptsächlich Rotling angebaut. Und von eben diesem hatten wir für jedes Team eine Flasche dabei. Im nächsten Spiel sollten die Flaschen so schnell wie möglich, jedoch ohne Korkenzieher von den Teams geöffnet werden. Man sah ein Team, das verzweifelt mit einem Schuh auf die Flasche einschlugen, jedoch auch eines, welches professionell die Befestigung der Rebe als Hilfsmittel nutzte.

Es folgte ein Dosenwerfen und man verblieb anschließend noch einige Zeit im Turmhof.

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